Archive for Juli 2013

Nie genug.



Hand aufs Herz: Jeder Mensch hat doch von irgendetwas nie genug und sammelt leidenschaftlich. Sei es Briefmarken, Accessoires, Bücher, Länder (in Form vom Urlaub), Autos, Geld, Zitate, Fotos, Wissen, Blogleser, etc.
Da ich zum Glück sehr wählerisch bin, sind meine Schuh-, Taschen- und Teekannensammlung relativ klein. Das schont nicht nur meinen Geldbeutel, sondern verbraucht auch nicht viel Platz. Aber ein Ankleidezimmer will ich später auf jeden Fall haben. Und einen Schrank, der meine Teekannen und Teeservice zur Geltung bringt.

Auch das Sammeln kann krankhaften Züge annehmen. Das ist dann der Fall, wenn man nicht selektiert und sich von nichts trennen kann. Diese Krankheit ist auch unter dem Namen Messi-Syndrom bekannt und stellt für Betroffene und ihre Angehörige ein großes Problem dar. (Natürlich ist das nicht das einzige Symptom. Für mehr Informationen, klicke hier!)

Wieso sammeln wir überhaupt?
Schon in der Steinzeit war der Mensch ein Sammler und Jäger. Das Sammeln von Essen, Knochen, Fell und Kräutern sicherte sein Überleben. Je größer die Sammlung war, desto höher war auch das Ansehen. Man war den anderen dadurch überlegen.
Und das ist auch bis heute so geblieben. Triebe lassen sich nicht innerhalb von wenigen Generationen zurückbilden, nur weil sie nicht mehr geraucht werden. Der einzige Unterschied zu damals ist das, was wir sammeln. Es sichert nicht unser Überleben, sondern unsere Stellung in der Gesellschaft. Unsere Sammlung ist durch die Vielfalt einzigartig. Wir grenzen uns ab und bilden gleichzeitig Gemeinschaften für Gleichgesinnte. Eitelkeit und Narzissmus spielen dabei eine große Rolle.
Sammeln ist aber auch eine Möglichkeit, etwas zu kompensieren. Sei es eine Kindheit, die von Mangel geprägt war, oder die Einsamkeit. Weil die Leidenschaft Zeit in Anspruch nimmt, lenkt sie von Schwächen und Problemen ab. Dass das keine Heilung der Ursache sondern nur die Bekämpfung der Symptome ist, sollte jedem klar sein.
Wir müssen bedenken, dass wir unserem Trieb unseren Fortschritt zu verdanken haben. Wenn der Mensch nicht so neugierig wäre, hätte er das Wissen nicht angesammelt und das Leben, so wie wir es kennen, wäre nie möglich gewesen.

Unsere Sammelleidenschaft hat starke Auswirkungen auf unser Konsumverhalten. Auch wenn es simpel klingt, erwähne ich es trotzdem. Jetzt sind wir auch bei einem wichtigem Thema angelangt, über das wir demnächst berichten werden. Welche Auswirkungen hat unser Kaufverhalten auf die Welt und welche Macht hat man als Konsument? Diese Fragen und viele weitere werden wir im Laufe der nächsten Wochen beantworten. Ihr dürft gespannt sein!



Alex


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Quelle 2
Quelle 3

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Wahlen: FDP


Herzlichen Willkommen zum nächsten Teil der Parteivorstellungen. Heute widmen wir uns der liberal politischen Partei in Deutschland, kurz FDP, der jetzigen Koalitionspartei der CDU/CSU. Das Ziel des Liberalismus ist, wie der Name schon verrät, die Freiheit auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene. Das übergeordnete Ziel ist die Freiheit des Individuums über der staatlicher Macht.
Das Wahlprogramm ist ein klarer Gegensatz zu dem Wahlprogramm von der SPD, von den Grünen und selbstverständlich von den Linken.







Steuern und Finanzen
Die FDP ist gegen Steuererhöhung und will gesetzlich festlegen, dass nicht mehr als die Hälfte über die Ertragssteuer besteuert werden darf. Sie befürchtet, dass eine Vermögenssteuer die kleinen und mittelständischen Unternehmen zu sehr belasten würde. Dies würde wiederum die Arbeitsplätze zerstören.
Damit wie geplant ab 2015 keine neuen Schulden mehr gemacht werden, will die SPD an Subventionen sparen und die öffentlichen Ausgaben kürzen.
Überdies soll der Solidaritätszuschlag gekürzt und bis 2019 komplett abgeschafft werden.

Energie
Die erneuerbare Energie ist eine vielversprechende Möglichkeit. Man müsse jedoch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ändern, damit die erneuerbaren Energien schneller und besser an den Markt heran geführt werden. Eine Kostensteigerung soll dadurch verhindert werden. Sie halten jedoch an den Ausnahmen wie energieintensiven Unternehmen fest. Diese seien für die Wettbewerbsfähigkeit notwendig.
Darüber hinaus spricht sich die Partei gegen Zwangssanierungen aus.

Arbeit und Soziales
Die liberale Partei ist gegen gesetzlichen Mindestlohn. Zudem wollen sie den Einstieg in das Arbeitsleben im Altern erleichtern. Die Zuverdienstgrenze soll komplett aufgehoben worden. Außerdem soll es möglich sein ab den 60. Lebensjahr frei zu wählen, wenn man in die Rente geht, falls die private, gesetzliche und betriebliche Vorsorge über dem Grundsicherungsniveau liegt.
Außerdem will sie Bürgergeld einführen, welches die Bemühungen des Einzelnen berücksichtigen soll. Dabei werden Arbeitslosengeld II einschließlich der Leistungen für Wohnen und Heizung, das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, die Sozialhilfe (ohne Sozialhilfe in besonderen Lebenslagen), der Kinderzuschlag und das Wohngeld zusammen gefasst. 

Familie
Das vor kurzen von ihnen eingeführte Betreuungsgeld soll auf den Prüfstand und die Betreuungsmöglichkeit für unter 3-Jährige soll weiter ausgebaut werden, wobei hier die Länder verpflichtet sind. Familie und Arbeit soll durch flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit erleichtert werden.
Die kinderbezogenen Leistungen sollen auf eine Kinderkarte gebündelt werden.
Fernen sollen eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichgestellt werden.

Gesundheit und Pflege
Die FDP möchte auch bei gesetzlichen Krankenkassen das Kostenerstattungsprinzip einführen. Das bedeutet, dass der Patient zunächst selber die Rechnung bezahlt und danach das bei der Krankenkasse einreicht.
Hin zu kommt, dass sie die Beitragsautonomie der Krankenkasse unterstützen. Der Versicherungsbeiträge sollen von den Löhnen und Gehälter abgekoppelt werden.


Hier geht es zu dem ganzen Wahlprogramm der FDP.


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Flohmarkt

Wir waren dieses Wochenende auf dem Flohmarkt und wollen euch berichten, wie es dort war.
Wieso wir dahin gehen? Nun, nach dem Ausmisten hatten wir genug Sachen, die wir nicht mehr brauchen.



Kurz vor 7 kamen wir dort und fingen mit dem Entladen der Sachen und dem Aufstellen des Tisches an. In der Zeit durchsuchten schon irgendwelche Männer unsere Kisten! Unhöflicher geht's gar nicht in meinen Augen - die 10 Minuten hätte man warten können. Oder eben einfach fragen. Aber einfach so an die unausgepackten Sachen rangehen und durchwühlen?



Zum Glück hat das Wetter an dem Tag gut mit uns gemeint. Es regnete nicht und war auch nicht zu heiß. Dementsprechend waren auch viele Menschen dort. Die meisten machten jedoch den Anschein, dass sie die Sachen umsonst haben wollen. Wenn ein Top schon 1€ gekostet hat, wollten sie ihn für 50 Cent und ja, 75 Cent waren auch zu teuer. Es ist ja nicht so, dass man im Laden mindestens 5€ dafür bezahlt!
Dreiste Angebote gab's sehr oft. Zum Beispiel kostete ein Klein 8€ und eine Frau schlug 3€ vor. Mehr 50% Rabatt für ein gut erhaltenes, kaum getragenes, schönes Kleid.



Zwei von uns haben ein Null-Null-Geschäft gemacht (die Miete für den Tisch betrug 10€), während die dritte relativ viel verdient hat.
Es wird ein nächstes Mal geben. Wir haben beschlossen noch mehr Sachen mitzunehmen, weil das die Wahrscheinlichkeit steigert etwas zu verkaufen. Dafür werden wir einfach unseren Kellern ausmisten. Da verstecken sich ja oft Schätze. Und man wird das Zeug endlich los! Das Motto 'besser etwas als nichts' ist da auf jeden Fall zutreffend.

Wir haben uns selber ein paar Sachen zugelegt. Die Bücher waren dort sehr günstig und einfach nur ein Schnäppchen, anders kann man das nicht beschreiben. Auch die Küchenausstattung war sehr günstig. In einem Laden hätte man nie für 4€ eine Auflaufform gekauft. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Wart ihr schon mal auf einem Flohmarkt? Und wenn ja, wie fandet ihr es dort?

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Schatz, hast du zugenommen?



Vor kurzem bin ich über diesen Artikel gestolpert und muss einfach meinen Senf dazu geben.

Stellt euch vor, dass euer Partner zunimmt. Solange es nur ein paar Kilos mehr sind, wird es kaum auffallen und auch nicht der Rede wert sein.
Aber was ist, wenn es mehr als ein paar Kilos sind? Was ist, wenn der Partner sich derartig gehen lässt, dass man ihn bald nicht mehr attraktiv findet? Darunter wird das sexuelle Leben leiden. Und damit das nicht passiert, sollte man seinen Partner darauf ansprechen. Er kann immer noch den gleichen Charakter haben aber wenn man den Körper nicht mehr erotisch findet, hilft der Charakter auch nicht weiter.
In meinen Augen sollte der Partner in so einem Fall interessiert daran sein, dem Partner wieder zu gefallen. Denn wenn er das nicht macht, ist es wie ein Schlag ins Gesicht, weil ihm das Sexleben und die Meinung des Partner vollkommen egal sind - nicht die perfekte Basis für eine glückliche Beziehung.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich möchte nicht, dass sich jemand in einer Beziehung verstellt. Aber Rücksicht nehmen ist in einer Partnerschaft angebracht. Leben und leben lassen hat auch seine Grenzen! Und die sind dann erreicht, wenn sich eine Person nicht wohlfühlt. Das ist in unserem Beispiel der Fall.
Wenn ich in so einer Situation stecken würde, würde ich mir meinen Partner schnappen und regelmäßig mit ihm ins Fitnessstudio gehen. Auf das Essen zu zweit würde ich selbstverständlich nicht verzichten wollen. Denn solange man genügend Sport macht und nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt, ist alles im grünem Bereich.
Selbstverständlich sollte der Partner das schonend beibringen. Sätze wie 'Man, bist du fett geworden' sind selbstverständlich tabu. Und wenn der Partner das doch sagt, sollte man tatsächlich darüber nachdenken, nicht die überschüssigen Funde sondern ihn loswerden. Der Partner sollte schon über ein gewisses Einfühlungsvermögen besitzen, nicht wahr?

Andersrum wäre es genauso: Angenommen mal ich könnte zunehmen, was ich ja nicht kann (für mehr Informationen klicke hier), würde ich mich darüber freuen, dass der Partner mich darauf anspricht. So viel Vertrauen und Ehrlichkeit sollte jede gut funktionierende Beziehung haben. Klar, es würde mich im ersten Moment kränken. Aber wenn mich die Wahrheit kränkt, für die mein Partner nicht verantwortlich ist, sollte ich sie ändern und nicht auf meinen Partner wütend sein.

Die Situation sieht anders aus, wenn es gesundheitlich bedingt ist. Dann hat man keinen Einfluss auf die Gewichstzunahme. Nur sollte das nicht eine Ausrede dafür sein, dass man auf ein mal doppelt so viel wiegt. Solange es die Möglichkeit gibt, einer starken Gewichtszunahme (oder eben Abnahme - mit Magersucht ist nicht zu spaßen) entgegen zu wirken, sollte man diese nutzen.

Und wie seht ihr das? Hat man das Recht den Partner auf die Gewichtszunahme anzusprechen oder ihn sogar zu bitten abzunehmen?

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